Hintergrund - Verlauf

Straßensozialarbeit

1991 wurde Rückenwind e.V. aus dem Hamburger Landesprogramm " Drogen" 2 Sozialarbeiterstellen für den Bereich der Straßensozialarbeit zur Verfügung gestellt.
Seitdem besteht neben dem ambulanten Betreuungsangebot für straffällige junge Menschen ein spezifisches Leistungsangebot für die Betreuung von drogengefährdeten, drogenkonsumierenden, substituierten, sowie alkoholgefährdeten und alkoholkonsumierenden jungen Menschen.

Die Stellen sind von einer Dipl. Pädagogin und einem Dipl. Sozialpädagogen besetzt, um gezielt möglichen Hemmschwellen, hervorgerufen durch z.B. sexuellen Missbrauch und Prostitution entgegen zu wirken.

Die Zielgruppe entspricht altersgemäß dem Regelungsbereich des Jugendgerichtsgesetzes, es handelt sich also überwiegend um 14- bis 20jährige Jugendliche und junge Volljährige aus dem Zuständigkeitsbereich des Bezirksamtes Hamburg-Mitte. Das Angebot richtet sich an junge Menschen mit missbräuchlichen oder abhängigen Konsum illegaler und/oder legaler Drogen unter Einbeziehung der Eltern und des sozialen Umfeldes.

Durch die gezielte Betreuung und Beratung der Klientel sollen die gesundheitlichen und psychosozialen Risiken gemindert und die Delinquenzbelastung reduziert werden. In Kooperation mit der Jugendstraffälligenhilfe sollen im Rahmen von Jugendstrafverfahren jugendgemäße Reaktionsformen bei der Justiz und damit informelle vor formellen Reaktionen sowie ambulante vor stationären Maßnahmen erreicht werden.

Die Klienten werden mittels aufsuchender und begleitender Straßensozialarbeit über Konsumrisiken und bzgl. ihrer persönlichen Konsumsituation aufgeklärt und erhalten intensive Einzelfallhilfe.